PROSTEP auf der ICCAS 2019: OpenPDM SHIP als Highlight

Darmstadt, September 2019 – PROSTEP hat auf der 19. International Conference on Computer Applications in Shipbuilding (ICCAS) in Rotterdam die speziell für die maritime Industrie konzipierte Integrationsplattform OpenPDM SHIP vorgestellt. Sie verbindet schiffbauspezifische Entwicklungssysteme über standardisierte Konnektoren untereinander, mit gängigen PDM/PLM-, ERP- und MES-Systemen sowie mit Mechanik-CAD-Anwendungen und schafft damit die Voraussetzung für durchgängige digitale Prozesse in Schiffbau und Schifffahrt. Die neue Plattform, die bei den Teilnehmern der Veranstaltung auf großes Interesse stieß, ist ab sofort verfügbar.

Erfolgreiche Unternehmen der maritimen Industrie setzen für die unterschiedlichen Aufgaben im Produktentstehungsprozess oft unterschiedliche Best-in-Class-Lösungen ein. Sie über proprietäre Schnittstellen zu verbinden, ist mit einem erheblichen Zeit- und Kostenaufwand verbunden und erschwert den Austausch bestehender oder die schnelle Einbindung neuer Anwendungen. Aufbauend auf der erprobten OpenPDM-Technologie hat PROSTEP deshalb eine speziell für die maritime Industrie konzipierte Erweiterung dieser Integrationsplattform geschaffen. Wesentlicher Bestandteil von OpenPDM SHIP sind standardisierte Konnektoren, die sowohl die horizontale Integration zwischen verschiedenen Autorensystemen, als auch ihre vertikale Integration in die produktstrukturhaltenden Unternehmenssysteme (PDM/PLM, ERP, MES etc.) vereinfachen.

„Mit OpenPDM SHIP bieten wir den Unternehmen der maritimen Industrie eine offene, standardisierte Plattform, die den Aufwand für die Integration ihrer heterogenen Systemlandschaften deutlich reduziert“, betont Matthias Grau, Leiter der .Hamburger PROSTEP-Niederlassung und Produktmanager OpenPDM SHIP. „Sie können damit Informationen aus unterschiedlichen Datenquellen in einem digitalen Schiffsmodell zusammenführen, das den gesamten Schiffslebenszyklus vom Initial Design bis in die Betriebsphase begleitet.“

OpenPDM SHIP ermöglicht zum einen den Datenaustausch zwischen schiffbaulichen Spezialanwendungen wie NAPA, AVEVA Marine, CADMATIC oder ShipConstructor und mechanischen CAD-Systemen wie CATIA oder NX. Letztere werden häufig für die Konstruktion komplexer Interieurs, z.B. für die öffentlichen Bereiche in Kreuzfahrtschiffen oder großen Yachten eingesetzt. Bei der Übertragung von Informationen aus mechanischen an schiffbauspezifischen CAD-Anwendungen und vice versa bildet die Integrationsplattform die unterschiedlichen Datenmodelle aufeinander ab. Dadurch können die Unternehmen für jede Aufgabe im Schiffsentwicklungsprozess das CAD-Tool ihrer Wahl einsetzen, ohne dass bei Konvertierung und Datenaustausch wertvolle Informationen verloren gehen.

Zum anderen unterstützt OpenPDM SHIP den Aufbau komplexer CAx-Prozessketten mit beliebigen Synchronisationspunkten vom Initial Design in NAPA bzw. NAPA Steel über das Basic und Detail Design in AVEVA Marine, CADMATIC oder ShipConstructor bis zur Fertigungsvorbereitung, für die einige Werften die Software NESTIX einsetzen. Eine Herausforderung bei der CAx-Integration besteht darin, Topologie und Feature-basierte Produktbeschreibungen dort wo erforderlich über Systemgrenzen hinweg zu erhalten. Die Integrationsplattform unterstützt diese Möglichkeit und sorgt dafür, dass die digitalen Informationen in allen Phasen des Schiffsentwicklungsprozesses durchgängig genutzt werden können.

OpenPDM SHIP bietet außerdem Konnektoren zu gängigen PDM/PLM- und ERP-Systemen (3D Experience, ARAS Innovator, Teamcenter, SAP, Windchill etc.), um die CAx-Daten aus unterschiedlichen Quellsystemen in einem digitalen Schiffsmodell zusammenführen und dieses Modell durch den Schiffslebenszyklus steuern zu können. Die vertikale Integration der Autorensysteme in die Daten- und Prozessmanagement-Umgebung ist Voraussetzung für nachvollziehbare Schiffsentwicklungsprozesse und eine konsistente Verwaltung aller dabei anfallenden Informationen. Zugleich bietet die Integrationsplattform die Möglichkeit, das digitale Schiffsmodell für Digital Twin-Anwendungen mit den realen Betriebsdaten verknüpfen.

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