Der Aufbruch in die Welt der Datenökosysteme hat begonnen. Erste OEMs schreiben ihre Lieferanten an und fordern sie auf, Daten und damit auch Zertifikate künftig über Catena-X bereitzustellen. Hinzu kommen regulatorische Anforderungen: Die EU-Ökodesign-Verordnung führt den Digitalen Produktpass je nach Produktgruppe gestaffelt ab 2026/2027 ein. Der heutige Austausch per E-Mail oder über individuelle Portale ist dafür nicht geeignet: Er ist manuell, schwer nachvollziehbar und wird bei mehreren OEM-Beziehungen schnell unübersichtlich.
Die Technologie hinter den Use Cases
Wer Datenräume nachhaltig nutzen will, braucht mehr als eine einzelne Anwendung. Deshalb hat PROSTEP die Basistechnologie selbst aufgebaut. Im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) geförderten Forschungsprojekts Decide4ECO haben wir eine EDC-Business-Anwendung entwickelt, erprobt und anschließend in die Manufacturing-X-Initiative eingebracht. Heute ist er Teil der PROSTEP Digital Thread Platform und macht sie Catena-X-ready. Damit die Daten beim Übergang in den Datenraum ihre Bedeutung behalten, übersetzt unser Mapping-Service sie semantisch korrekt und in beide Richtungen in die von Catena-X definierten Aspect Models.
PROSTEP setzt die Standards für Datenräume nicht nur in seinen Produkten um, sondern gestaltet sie aktiv mit: Dass wir Mitglied im Catena-X Automotive Network e.V. sind und uns in den entsprechenden Projektgruppen des prostep ivip Vereins engagieren, ist ein klares Bekenntnis dafür.

Beispiel Digitaler Produktpass
Was dieses Bekenntnis konkret bedeutet, zeigt der Digitale Produktpass. Product-Carbon-Footprint-Daten lassen sich standardisiert entlang der Lieferkette austauschen. Der Batteriepass wird aus vorhandenen PLM-, ALM- und ERP-Daten aufgebaut und als Verwaltungsschale (Asset Administration Shell, AAS) maschinenlesbar bereitgestellt. Hinzu kommt das Zertifikate-Management als Zusatzfunktion in OpenDXM GlobalX: Zertifikate wie ISO 9001 werden nicht mehr per E-Mail verteilt, sondern standardisiert über den Datenraum bereitgestellt. Die erforderlichen Catena-X-Artefakte entstehen automatisiert aus den wesentlichen Metadaten. Die Funktion befindet sich noch in der Entwicklung, ist aber bereits live demonstrierbar. Auch der Austausch einzelner Anforderungen über Catena-X funktioniert bereits.
Zwei Wege in den Datenraum
Für den Einstieg bieten wir zwei Wege an: die Direktintegration der Quell- und Zielsysteme über die OpenPDM-Konnektoren, so dass die Daten automatisiert in den Datenraum und aus ihm herausfließen, oder die Bereitstellung als Zusatzfunktion der bewährten Datenaustauschlösung OpenDXM GlobalX, wahlweise manuell über die Weboberfläche oder ebenfalls per Direktintegration. Die Hoheit über die Daten liegt dabei stets beim Kunden: Er entscheidet, ob sie über den Cloud-Speicher eines Drittanbieters oder über den geschützten Webspace von OpenDXM GlobalX bereitgestellt werden.
Wenn Sie den Austausch von Anforderungen, Zertifikaten oder Produktpässen einmal live sehen wollen, sprechen Sie uns an. Wir vereinbaren gerne einen Demotermin mit Ihnen.



